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Be Human
Für ein nachhaltiges Afrika

Konfliktbewusste Planung und Durchführung Entwicklungsprojekte (CoSDeP)

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Projektbeschreibung:

CLEAN-AFRICA-e.V. mit anderen Mitstreitern strebt einen Projekt zum Thema "Konfliktbewusste Planung und Durchführung Entwicklungsprojekte" (CoSDeP) bzw. Konfliktsensibilität in der Entwicklungsarbeit, mit dem Ziel, die TeilnehmerInnen (Bildungs-MultiplikatorInnen, Engagierte Menschen von NGO’s, Studis mit dem Schwerpunkt auf Konfliktbewusstsein in Gemeinden, Entwicklungszusammenarbeit) zu informieren und sensibilisieren bzw. mit elementaren Werkzeugen auszustatten, die ihre Arbeit für eine nachhaltige Entwicklung der Gemeinschaft verbessern können. Gleichzeitig sind die Inputs wohl für die Inlandsarbeit im Bereich Entwicklungspolitik sehr geeignet. Das Projekt soll in Form von Seminaren, Veranstaltungen an der Universitäten, Seminren öffentliche Kinoveranstaltung, und als Krönung ein Konferenz und Ausstellung durchgeführt werden.

Problembeschreibung:

Acht von zehn der weltweit ärmsten Länder leiden oder haben an großflächigen gewaltsamen Konflikten gelitten. Weiterhin hinterlassen Kriege in Entwicklungsländern schwere menschliche, wirtschaftliche und soziale Kosten und sind eine der Hauptursachen für Armut, Elend und Unterentwicklung. So werden die Kosten von Bürgerkriegen weitestgehend nicht von denen für sie Verantwortlich getragen; sie werden meistens von Unschuldigen, zukünftigen Bewohnern, Kindern und Frauen getragen.

Laut kanadischem International Institute of Applied Negotiation (CIIAN), dient Konfliktsensibilität in der Entwicklungszusammenarbeit auf hohem Niveau sowohl dazu, gewalttätige Konflikte oder das Potenzial für gewaltsame Konflikte zu mindern als auch die Wirksamkeit der Hilfe zu erhöhen. Entwicklungszusammenarbeit ohne Konfliktempfindlichkeit kann sogar versehentlich dazu dienen, Konflikte zu fördern und am Ende mehr schaden als nützen. CIIAN erläutert, dass die Planung Entwicklungsprojekte als Prozess durchgeführt werden muss, bei dem bestimmte Probleme identifiziert, die kausalen Zusammenhänge analysiert und Lösungen entwickelt werden und die als ein Projekt / Programm mit Zielen, Maßnahmen und Indikatoren umgesetzt wird. Allerdings muss konfliktsensiblen Planung als einen zusätzlichen Bestandteil (Konfliktanalyse der Akteure, Ursachen, Profil und Dynamik in einem bestimmten Kontext) als Ziel sicherstellen, dass das Projekt oder Programm nicht versehentlich die Wahrscheinlichkeit gewaltsamer Konflikte erhöht, sondern dazu dient, potenzielle oder bestehende gewaltsame Konflikte zu mindern / beseitigen.

Das Projekt versteht sich als Beitrag zur UN-Dekade „Bildung für Nachhaltige Entwicklung 2005-2014“. Er dient als Bestandteil der notwendigen Nachhaltigkeits-Strategien, auch überregional, sowie die sich daraus ergebenden gesellschaftlichen, bildungspolitischen Konsequenzen, Herausforderungen und Chancen darstellen.

Zielgruppe und Ziele des Projekts

Zielgruppe:

Studenten, Lehrfachkräfte, Fachkräfte, Öffentlichkeit. Dazu sollen BürgerInnen und Bürger erreicht werden, um sie zu gewinnen für die Anliegen der Konfliksensibilität. Wo möglich soll weiteren Akteuren eine Plattform geboten werden, ihre Ideen und Anliegen darzustellen bzw. einzubringen.

Zweck des Projektes ist:

  1. Teilnehmer der Veranstaltung über die Nord-Süd Kette der Konflikten zu informieren und sensibilisieren
  2. Sensibilisierte Multiplikatoren bilden
  3. Verständnis der Interaktion zwischen Konflikt und Entwicklung (was bedeutet Arbeit in, um oder mitten in Konfliktgebieten) für jede Berufsgruppe (Architekten, Ärzte, Planer, Ingenieure, Entwicklungshelfer, etc.); Was ist die Prävalenz von Konflikten in Entwicklungsländern und deren möglichen Ursachen
  4. Zu analysieren welche Auswirkungen die Zivilgesellschaften im Norden durch Konflikt-unverträgliche Planung und Entwicklung im Süden haben.
  5. Eines der übergeordneten Ziele des Projektes besteht daher darin, eine Momentaufnahme des Konfliktbewusstseins auch in der entwicklungspolitischer Informations- und Bildungsarbeit in Deutschland zu analysieren. Über das Aufzeigen von Best-Practice-Projekten aus dem In- und Ausland, gibt das Projekt Anregungen für die konzeptionelle Weiterentwicklung einzelner Bildungsangebote.

Was wir erreichen möchten:

  1. Bereitstellung eines Forums für Brainstorming und Ideen, die Teilnehmenden sollen auch als Multiplikatoren fungieren
  2. Sensibilisierung für Konfliktthemen in Entwicklungsprojekten
  3. Perspektivwechsel für die Teilnehmende

Einzelmaßnahmen und grobe Zeitplan:

Geplant sind:

  1. 2x Uni-Tage im Herbst 2014
  2. Eine Offentliches Kinoveranstaltung im Winter 2014 / 2015
  3. Eine Ausstellung im Herbst 2014
  4. Ein Konferenz im Herbst 2014
  5. Mit weitere ganztägige Seminare im Jahr 2015

Themen der Uni-Tage sind:

  1. Auswirkungen von Konflikten auf den Klimawandel, good governance. Adaptations-und Klimaschutzmaßnahmen
  2. Ernährungssicherheit und Souveränität in Konfliktgebieten

Die Uni-Tage werden in Zusammenarbeit mit der Ökomenisches Zentrum (ÖZ) an der Universität Stuttgart und das Forum der Kulturen durchgeführt.

Weiterhin sind Seminare mit Vorträgen und Präsentationen zu diesen Themenschwerpunkten vorgesehen:

  1. Konfliktbezogene Entwicklungsanalyse
  2. Konfliktbestimmte Strategien
  3. Konfliktbewusste Programmierung
  4. Konfliktbewusste Implementierung
  5. Konflikt-spezifische Monitoring und Evaluation

Anschließend ist ein Forum zum Austauch (Blog) eingerichtet zur weitere und tagtägliche freier Austauch über dieses Thema.

Programm-Organisatoren:

Team Member
Freda Marful
Vereinsvorsitzende
Team Member
Andrew Chilombo
Landeskoordinator CLEAN-ZAMBIA
Team Member
Dr. Alexander Boakye Marful
Program-Direktor

Kontakt

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